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von/ durch Milk Bar am Apr 29 2026
- Von An Hermans - Hebamme und Stillberaterin

Die Kunst des Fläschchengebens 

Ob du dich für vollständige Flaschennahrung entscheidest oder die Flasche mit dem Stillen kombinierst: Die Art und Weise, wie du die Flasche gibst, ist mindestens genauso wichtig wie die Flasche selbst. Ein guter „Saugschluss“ und ein ruhiges Trinktempo (Flow) sind entscheidend für eine gesunde Entwicklung der Mundmuskulatur und einen reibungslosen Wechsel zwischen Brust und Flasche. 

Die richtige Flasche wählen 

Für eine optimale Entwicklung der Mundmuskulatur suchst du eine Flasche, die das Trinken an der Brust so gut wie möglich nachahmt: 

  • Ein weiter Mundschluss: Wähle eine Flasche mit breitem Hals und einem Sauger, der sich allmählich verjüngt. Das regt dein Baby dazu an, den Mund weit zu öffnen, ganz wie an der Brust. 

  • Ein ruhiges Tempo: Verwende vorzugsweise eine kleine Saugergröße (Slow Flow oder Frühchen). Wenn die Milch zu schnell fließt, muss dein Baby sich weniger anstrengen. Das kann zu Verschlucken oder einer starken Vorliebe für die „einfache“ Flasche führen. 

Übung für die Mundmuskulatur 

Wenn du einen breiten Sauger und einen langsamen Milchfluss wählst, muss dein Baby aktiv saugen und die Zunge richtig einsetzen. Das ist ein gutes Training für die Muskeln, die später wichtig sind für das Essen der ersten Breie und die Sprachentwicklung.  

Tipp: Achte darauf, dass die Unterlippe deines Babys schön nach außen über die Basis des Saugers gestülpt ist. So entsteht ein guter Abschluss. 

Therapeutisches oder responsives Füttern 

Wie du die Flasche hältst und anbietest, bestimmt, wie hart die Mundmuskulatur arbeiten muss. Merkst du, dass das Trinken nicht von selbst läuft? Zum Beispiel durch Unruhe, starkes Aufstoßen, ein kurzes Zungenbändchen oder weil sich dein Baby oft verschluckt? 

Bleib nicht damit sitzen. Hol dir eine individuelle Beratung, damit die Mahlzeit für dich und dein Baby wieder entspannt wird. 

 

- Von An Hermans - Hebamme und Stillberaterin